Wien: Internationale PRO ORIENTE-Konsultation "Frauen als Friedensstifterinnen"
08. April 2026
Expertinnen aus Osteuropa, Südosteuropa und dem Nahen Osten kommen vom 16. bis 19. April in Wien zusammen - Öffentliche PRO ORIENTE-Buchpräsentation am 17. April im Wiener Michaelerkloster
Wien, 08.04.26 (poi) Unter dem Motto "Frauen als Friedensstifterinnen" lädt die Stiftung PRO ORIENTE vom 16. bis 19. April zu einer internationalen, nicht öffentlichen Konsultation nach Wien. Die Veranstaltung markiert einen neuen Schwerpunkt im Projekt "Healing of Wounded Memories": Erstmals rückt PRO ORIENTE systematisch den Beitrag von Frauen zu Frieden und Gerechtigkeit in den Mittelpunkt.
An der Konsultation nehmen Vertreterinnen aus den drei Schwerpunktregionen des Projekts, aus Osteuropa, Südosteuropa und dem Nahen Osten teil. Gemeinsam mit lokalen Partnerinnen will PRO ORIENTE zentrale Themen und drängende Herausforderungen identifizieren sowie konkrete Formen der Solidarität und Unterstützung definieren, die Frauen in Friedens- und Versöhnungsprozessen stärken.
Die Konsultation legt besonderen Wert auf die Sichtbarkeit weiblicher Friedensarbeit, geschlechtergerechte Zugänge zu Versöhnungsprozessen und die nachhaltige Verankerung von Gerechtigkeits- und Schutzmechanismen. In den Konsultationsablauf eingebettet ist eine öffentliche Veranstaltung: Am Freitag, 17. April, wird im Kloster St. Michael das Buch "Healing Memories Amidst a Broken World" präsentiert.
In den letzten drei Jahren setzte PRO ORIENTE einen Schwerpunkt auf das Thema "Healing of Wounded Memories/Verletzte Erinnerungen heilen". Auftakt des gleichnamigen Projekts war im November 2023 eine internationale Konferenz in Wien, bei der Aspekte einer Theologie der Versöhnung reflektiert, zugleich aber auch konkrete geopolitische Konfliktfelder in der Ukraine, in Südosteuropa und im Nahen Osten in den Blick genommen wurden. Die Themen der Auftaktkonferenz wurden 2024 und 2025 in regionalen Workshops in den drei Schwerpunktregionen vertieft.
Die Ergebnisse dieser Workshops flossen wiederum in die Abschlusskonferenz im November 2025 in Wien ein. Insgesamt nahmen mehr als 200 Expertinnen und Experten, Kirchenvertreter und zivilgesellschaftlich Engagierte teil, die einander mit der Bereitschaft zuhörten, voneinander zu lernen, und die sich in ihren jeweiligen Kontexten auch weiterhin für Konflikt-Transformation engagieren wollen. (Weitere Informationen zum Projekt "Verletzte Erinnerungen heilen" finden sich unter www.pro-oriente.at/projekte/healing-of-wounded-memories)
Viele der Teilnehmenden haben in der Folge auch Beiträge zu ihren Themen verfasst, die im PRO ORIENTE-Blog veröffentlicht wurden. Ein Großteil dieser Beiträge, aber auch bisher unveröffentlichte Arbeiten wurden nun im Band "Healing Memories Amidst a Broken World" gebündelt. Herausgeberinnen sind die deutsche Theologin Regina Elsner und die Programmdirektorin von PRO ORIENTE, Viola Raheb, die beide auch schon für das Projekt "Healing of Wounded Memories" verantwortlich waren. Die Buchpräsentation, bei der Teilnehmerinnen der aktuellen Konsultation wie auch einige der Autorinnen das Wort ergreifen werden, beginnt um 18 Uhr (Michaelerkloster, Eingang Habsburgergasse 12, 1010 Wien). Um Anmeldung wird gebeten bis 16. April unter: projects@pro-oriente.at.
Das Buch "Healing Memories Amidst a Broken World. Christian Voices and Theologies from Europe and the Middle East" ist im Aphorisma-Verlag erschienen, über den es bezogen werden kann (per E-Mail unter: info@aphorisma.eu, weitere Infos: www.aphorisma.eu).