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Wien: Südfassade an rumänisch-orthodoxer Kirche fertiggestellt

02. Oktober 2026

Fresken an Außenfassade der neuen rumänisch-orthodoxen "Kirche zur Herabkunft des Heiligen Geistes" in Wien zeigen biblische Motive in hell leuchtenden Farben

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Foto: Facebook / Kirche des Heiligen Stephan des Großen in Wien 

Wien, 02.10.26 (poi) Eine weitere Etappe der Außenarbeiten an der rumänisch-orthodoxen "Kirche zur Herabkunft des Heiligen Geistes" im Wiener Nordbahnviertel (Leopoldstadt) ist abgeschlossen. Nun erstrahlt auch die Südfassade in bunten Farben mit zahlreichen Fresken mit biblischen Motiven. Wichtige Ereignisse des Alten Testaments korrelieren dabei u.a. mit Szenen bzw. Geheimnissen aus dem Leben der Gottesmutter Maria. Die ausgemalte Fläche ist fast 200 Quadratmeter groß. 

Die Westfassade, zugleich der Eingangsbereich der Kirche, ziert seit rund einem Jahr eine Ikone mit Christus im Zentrum, umgeben von rund 130 Heiligen, darunter viele mit Österreich-Bezug. Das Bilderprogramm, das theologisch aufgebaut ist, wird nun an der Nordfassade der Kirche fortgesetzt. 

Die Ikonographie wurde gemeinsam mit dem für Österreich zuständigen Metropoliten Serafim (Joanta) festgelegt. Der Künstler Alexandru Nicolau hat die Ikone mittels Freskentechnik umgesetzt. 

Nach der endgültigen Fertigstellung wird das neue rumänisch-orthodoxe Kirchengebäude sowohl innen als auch außen vollständig bemalt sein. Vorbilder dafür gibt es in der rumänischen Bukowina. 

Kirche plus Wohnprojekt 

Auf dem Areal des ehemaligen Nordbahnhofs in Wien-Leopoldstadt ist in den vergangenen Jahren ein neuer Stadtteil mit rund 20.000 Wohnungen entstanden. "Die Rumänisch-orthodoxe Kirche in Österreich hat die Chance genutzt und hier ein neues Seelsorgezentrum eingerichtet", so die Initiatoren. Der Kirchenbau wurde 2017 begonnen. Er bietet Platz für bis zu 400 Gläubige. 

Im Untergeschoß befindet sich eine Mehrzweckhalle für Pfarrveranstaltungen und zusätzliche Gottesdienste. Neben der Kirche steht ein Wohnhaus, das die rumänisch-orthodoxe Kirche gemietet hat und in dem fast 50 Familien wohnen; im Erdgeschoß des Wohnprojekts betreibt die katholische St.-Nikolaus-Stiftung einen Kindergarten. 

Geplant wurde die Kirche vom Architekten-Ehepaar Mihaela Ionescu und Georg Baldass, das auch die rumänisch-orthodoxe Kirche an der Simmeringer Hauptstraße in Wien entworfen hat. 

Die "Kirche zur Herabkunft des Heiligen Geistes", die auch dem Heiligen Stephan dem Großen und dem Heiligen Martin gewidmet ist, ist die dritte rumänisch-orthodoxe Kirche in Wien. Ihr Seelsorgegebiet umfasst die Bezirke 2, 18, 19, 20, 21 und 22.