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Die Ökumene muss
weitergehen!

Franz König

Pro Oriente

Addis Abeba: „Pro Oriente“-Delegation traf mit NGOs zusammen

„Ökumene hat eine stark sozial-diakonische Verantwortung“ – Bischof Scheuer: „Vergangenes Unrecht gegenüber der äthiopischen Kirche muss aufgearbeitet werden“

Addis Abeba, 19.02.16 (poi) Zum Auftakt ihrer offiziellen Äthiopien-Reise ist die „Pro Oriente“-Delegation unter Leitung des Linzer Diözesanbischofs (und Ökumene-Referenten der Österreichischen Bischofskonferenz) Manfred Scheuer in der Residenz des österreichischen Botschafters in Addis Abeba, Andreas Melan, mit Vertreterinnen und Vertretern verschiedener NGOs – darunter der Hilfsorganisation „Menschen für Menschen“ – zusammengetroffen. Dabei wurde die akute Situation der momentanen Dürre und Hungersnot in Äthiopien thematisiert. Dass die Ökumene als gemeinsames Zeichen eine stark sozial-diakonische Verantwortung hat, werde gerade an dieser bereits rund 18 Millionen Menschen bedrohenden Notsituation deutlich, wurde seitens der „Pro Oriente“-Delegation betont und an das „Ökumenische Sozialwort“ der Kirchen in Österreich erinnert, das die soziale Verantwortung der Christen einfordert.

Bischof Scheuer betonte, dass der „große Respekt“ gegenüber der äthiopischen Tradition dafür sensibilisieren müsse, dass "die Ökumene auch der Reinigung des Gedächtnisses bedarf“. Das Unrecht von Seiten der lateinischen Christen gegenüber der äthiopischen Kirche, „sei es kirchlich oder auch politisch, d. h. unabhängig vom religiösen Zusammenhang", müsse eingestanden werden.

Ziel der Äthiopien-Reise der „Pro Oriente“-Delegation ist es, die Kontakte mit der äthiopisch-orthodoxen Kirche wiederzubeleben, die seit dem Beginn der siebziger Jahre bestehen. Vorgesehen sind Begegnungen und Gespräche mit hochrangigen Vertretern der äthiopisch-orthodoxen sowie der äthiopisch-katholischen Kirche. (ende)