Pro Oriente Logo

Die Ökumene muss
weitergehen!

Franz König

Pro Oriente

Ökumenischer Rat: Kinder für „Bewahrung der Schöpfung“ gewinnen

Offizieller Gottesdienst zur diesjährigen „Schöpfungszeit“ fand in der Evangelischen Volksschule am Wiener Karlsplatz statt – Schülerinnen und Schüler der 4. Volksschulklasse waren bei der kindgerechten Gestaltung die Hauptpersonen

Wien, 22.09.16 (örkö/poi) Im Zeichen der Gewinnung der neuen Generationen für das Anliegen der Bewahrung der Schöpfung stand am Donnerstag der offizielle Gottesdienst des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ) zur diesjährigen „Schöpfungszeit“ (1. September bis 4. Oktober). Der Gottesdienst fand in der Aula der Evangelischen Volksschule am Wiener Karlsplatz statt, die Hauptpersonen waren die Schülerinnen und Schüler der 4. Klassen, die musikalisch und durch ihr Mittun unter Beweis stellten, dass in ihrer Schule das Eintreten für die Schöpfung besondere Bedeutung hat. Bei dem Gottesdienst wirkten viele Repräsentanten der Ökumene mit: Der Vorsitzende des Ökumenischen Rates der Kirchen, Superintendent Lothar Pöll, der Wiener evangelisch-lutherische Superintendent Hansjörg Lein, der katholische Weihbischof Franz Scharl und der griechisch-orthodoxe Bischofsvikar Ioannis Nikolitsis, die Predigt hielt die methodistische Pfarrerin Esther Handschin. Anwesend waren auch der evangelisch-lutherische Bischof Michael Bünker, der syrisch-orthodoxe Chorbischof Emanuel Aydin und der „Pro Oriente“-Vizepräsident (und Vorsitzende der Ökumene-Kommission der Erzdiözese Wien), Prof. Rudolf Prokschi.

Der Gottesdienst unter dem Motto „Das Lied der bunten Vögel“ war in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Volksschule und ihrer Direktorin Susanne Kleeber „kindgerecht“ entwickelt worden. Schon in der Begrüßung nahm Superintendent Pöll auf das Bild der „bunten Vögel“ auf dem Einladungsplakat Bezug. Er verwies auf die „Buntheit“ der Schöpfung, erinnerte aber auch daran, dass die Ökumene „eine Versammlung bunter Vögel“ ist.

Pfarrerin Handschin machte in ihrer Predigt den Kindern verständlich, dass „wer allein unterwegs ist, nicht weit kommt“. Auch in der Natur gehe es darum, dass es „verschiedene Pflanzen an einem Ort gibt“ und keine „Monokultur“. Das Plädoyer für „Artenvielfalt“ verband Pfarrerin Handschin mit dem Hinweis auf das Wort Jesu über die Kinder („Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder, werdet ihr nicht ins Himmelreich eingehen“). Es brauche die „Kleinen“, damit die „Großen“ auch etwas haben, betonte sie im Hinblick auf den Einsatz etwa der Bienen in der Natur. Esther Handschin unterstrich, dass Erwachsene von den Kindern lernen können, Vertrauen zu haben, auch „Vertrauen auf Gott“. Als das Schlusslied „We are the world“ im Chor erklang, wurde deutlich, wie sehr die Kinder an der Evangelischen Schule das Anliegen von „Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung“ verinnerlicht haben.

An der Vorbereitung des offiziellen Gottesdienstes des Ökumenischen Rates der Kirchen zur „Schöpfungszeit“ waren auch die Umweltreferenten von katholischer, evangelischer und orthodoxer Kirche sowie die Initiative „Pilgrim-Schuilen“ beteiligt. (ende)