Pro Oriente Logo

Die Ökumene muss
weitergehen!

Franz König

Pro Oriente

Päpstliches Orientalisches Institut entwirft Zukunftsperspektiven für nahöstliche Christen

Internationales Dialogtreffen „Damaskus – Ein Prisma der Hoffnungen“ von 11. bis 13. November in Rom – Kardinal-Staatssekretär Parolin, UN-Beauftragter de Mistura und EU-Beauftragte Mogherini unter den Gästen

Rom, 06.11.16 (poi) Im Zeichen seines 100-Jahr-Jubiläums lädt das Päpstliche Orientalische Institut (P.I.O.) zu einem hochkarätigen internationalen Dialogtreffen unter dem Titel „Damaskus – Ein Prisma der Hoffnungen“ nach Rom ein. Ziel des Dialogtreffens von 11. bis 13. November ist es, den nahöstlichen Kirchen zu helfen, in „Begegnung und Dialog“ ein neues Bild des orientalischen Christentums und die Grundlagen einer „prophetischen Zukunft“ zu entwerfen. Zugleich soll die Bedeutung des religiös-kulturellen Erbes der orientalischen Christenheit für das kulturelle Erbe der Menschheit hervorgehoben werden. Das den Jesuiten anvertraute Päpstliche Orientalische Institut entspricht damit auch Impulsen aus der nahöstlichen Provinz der Gesellschaft Jesu, die Konzepte der Identität der orientalischen Christen betreffen, aber auch die Frage, wie man nach fünf Jahren eines erbitterten Konflikts für eine von Hoffnung geprägte Zukunft erziehen kann. Die Situation in Syrien bildet einen Schwerpunkt des Symposions. Bereits am ersten Tag nehmen auch prominente politische Persönlichkeiten teil, so der UN-Sonderbeauftragte für Syrien, Staffan de Mistura, und die EU-Beauftragte für Außen- und Sicherheitspolitik, Federica Mogherini.

Am 11. November werden die Themen „Grenzen des Zusammenlebens und Zusammenleben an den Grenzen“ sowie „Situation der Christen in der syrisch-mesopotamischen Region: Epilog oder neue Perspektiven?“ behandelt. Dabei kommen u.a. der armenische Botschafter beim Heiligen Stuhl, Michael Minasyan, der Sekretär des „Middle East Council of Churches“ (MECC), P. Michel Jalakh, der Vorsitzende des Komitees für die syrische Sprache bei der irakischen Akademie der Wissenschaften, Prof. Yousef Qozi, und der Leiter des Instituts für Orientalische Christliche Studien an der Universität Nijmegen, Prof. Herman Teule, zu Wort.

Am 12. November stehen die Themenkreise „Quellen der Erziehung und der Kultur: Was ist der Weg der Erneuerung?“ und „Erziehung und Dienst: Zeugnisse und Mitteilungen“ im Vordergrund. Unter den Referenten sind der armenisch-katholische Erzbischof von Istanbul, Levon Boghos Zekiyan, der in Jerusalem lebende „Weiße Vater“ P. Frans Bouwen, der (monatelang im Gewahrsam der IS-Terroristen festgehaltene) syrisch-katholische Ordensmann P. Jacques Mourad, der chaldäisch-katholische Bischof von Aleppo, Antoine Audo, der Apostolische Administrator des Lateinischen Patriarchats von Jerusalem, Erzbischof Pierbattista Pizzaballa, und der Vorsitzende der Dachorganisation der christlichen Schulen in Ägypten, P. Antonios Ghattas.

Am 13. September geht es um die „Zeichen der Hoffnung“. Zu Wort kommen u.a. der Präfekt der vatikanischen Ostkirchenkongregation, Kardinal Leonardo Sandri, der armenisch-apostolische Katholikos von Kilikien, Aram I., der melkitische griechisch-katholische Patriarch von Antiochien, Gregorios III. (Laham), der chaldäisch-katholische Patriarch Mar Louis Raphael Sako, der syrisch-orthodoxe Metropolit von Zahle, Mar Justinos Boulos Safar, der antiochenisch-orthodoxe Metropolit für Westeuropa, Ignatius Al-Houshi. Als besondere Gäste werden Kardinal-Staatssekretär Pietro Parolin und der sunnitische Großmufti von Syrien, Ahmad Badr-ed-din Hassoun, sprechen. (Infos: Nicoletta Borgia Al Bdeiwi, Tel.: 0039/06/447 41 70, Internet: nicolettaborgia@pontificio-orientale.it). (ende)