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Franz König

Pro Oriente

Syrisch-orthodoxes Patriarchat distanziert sich von der “Schwester-Hatune-Stiftung”

Kritik an Gleichsetzung des Dschihadismus mit dem Islam als solchem

Damaskus, 24.01.17 (poi) Das syrisch-orthodoxe Patriarchat von Antiochien distanziert sich ausdrücklich von der durch die syrisch-orthodoxe Nonne Hatune Dogan gegründete “Schwester-Hatune-Stiftung“. Bei der Stiftung handelt es sich nach eigenen Angaben um eine wohltätige Organisation, die Hilfsprogramme für arme Menschen auf den Weg bringt und dabei vor allem Christen im Nahen Osten ein besonderes Augenmerk widmet. In einer offiziellen Verlautbarung betont das Patriarchat nun, dass die “Schwester-Hatune-Stiftung” nicht zur syrisch-orthodoxen Kirche gehört und „das syrisch-orthodoxe Patriarchat auf keine Weise repräsentiert”. Die Organisation der Nonne arbeite vollkommen unabhängig und „ohne Anerkennung oder Zustimmung“ der syrisch-orthodoxen Kirche. In diesem Zusammenhang wird bekräftigt, “dass das syrisch-orthodoxe Patriarchat die Organisation weder direkt noch indirekt unterstützt oder an den Spendenkampagnen oder anderen Initiativen mitwirkt”.

Die “Schwester-Hatune-Stiftung“ hat ihren Hauptsitz in Warburg (Deutschland) und unterhält Sektionen in vielen Ländern. In zahlreichen Interviews hat die aus dem Tur Abdin stammende Gründerin der Organisation über ihre Kindheit und Jugend und ihre Flucht aus der Türkei berichtet. In dem syrisch-orthodoxen Patriarchat nahestehenden Kreisen wurde dabei bemängelt, dass sie den Dschihadismus mit dem Islam als solchem gleichsetze. (ende)