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Franz König

Pro Oriente

Begräbnis von Erzbischof Jeremiasz in Warschau

Metropolit Sawa würdigte den verstorbenen orthodoxen Erzbischof von Wroclaw als einen Christen “voll des Glaubens, der Demut und des Respekts für die Anderen”

Warschau, 20.04.17 (poi) Als einen Christen “voll des Glaubens, der Demut und des Respekts für die Anderen” hat das Oberhaupt der polnischen orthodoxen Kirche, Metropolit Sawa (Hrycuniak), den verstorbenen Erzbischof Jeremiasz (Anchimiuk) beim Begräbnis in Warschau am Donnerstag gewürdigt. Es sei bezeichnend, dass Erzbischof Jeremiasz zu Ostern gestorben sei, “die Heiligen gehen oft in der Osterzeit heim in das himmlische Vaterhaus”. Der orthodoxe Erzbischof von Lublin, Abel (Poplawski), erinnerte daran, dass der verstorbene Erzbischof von Wroclaw (Breslau) immer ein eindrucksvolles Zeugnis dafür abgelegt habe, dass Glaube, Wissenschaft und Vernunft zusammengehen können.

Am Begräbnis von Erzbischof Jeremiasz nahmen Persönlichkeiten aus der orthodoxen, der katholischen und der evangelischen Kirche in Polen teil, unter ihnen auch der katholische Bischof von Sandomierz, Krzysztof Nitkiewicz, der der Internationalen Kommission für den offiziellen theologischen Dialog zwischen katholischer und orthodoxer Kirche angehört. Erzbischof Jeremiasz war ein Vorkämpfer des ökumenischen Dialogs sowohl in Polen als auch auf internationaler Ebene.

„Pro Oriente“-Präsident Johann Marte hat in einem Kondolenzschreiben an Metropolit Sawa die Anteilnahme der Stiftung am Heimgang von Erzbischof Jeremiasz zum Ausdruck gebracht: „Wir teilen den Schmerz Ihrer Kirche über den Verlust des allseits beliebten Seelsorgers, eines großen, anderen Konfessionen gegenüber aufgeschlossenen Kirchenmannes und eines hervorragenden Kirchenhistorikers“. „Pro Oriente“ habe die Ehre gehabt, mit Erzbischof Jeremiasz als führendem Mitglied ein langjähriges Großprojekt zur Union von Brest durchzuführen. Ebenso erinnerte Marte daran, dass Erzbischof Jeremiasz als Mitglied der Internationalen Kommission für den offiziellen theologischen Dialog zwischen orthodoxer und katholischer Kirche auch den Kontakt mit der „Pro Oriente“-Kommission junger orthodoxer und katholischer Theologinnen und Theologen gepflegt habe. (ende)