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Franz König

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Irak: Chaldäischer Patriarch bedauert Fortdauern der „Hasspredigten“ gegen Christen

Sorge über die negativen Auswirkungen solcher „Brandreden“

Bagdad, 10.05.17 (poi) Der chaldäisch-katholische Patriarch Mar Louis Raphael Sako bedauert, dass es im Schatten der militärischen Operationen zur Befreiung der Tigris-Metropole Mosul aus der Hand der IS (Daesh)-Terroristen im Irak noch immer „Hasspredigten“ in Moscheen und in „social media“ gibt, in denen Christen, Juden und Mandäer als “Ungläubige” bezeichnet werden, die man so behandeln müsse, wie es die Dschihadisten tun. In der Erklärung des Patriarchen wird darauf verwiesen, dass solche „Brandreden“ die Gesellschaft spalten und auch zu Phänomenen der „Islamophobie“ führen können. Die nationale Einheit des Irak werde mit diesen „Hasspredigten“ gefährdet, da die Christen doch integrierender Bestandteil der irakischen Nation seien. Zudem hätten auch die Vorfahren vieler anderer Iraker von heute den Glauben an Christus geteilt. Mar Louis Raphael Sako fordert – wie die katholische Nachrichtenagentur „Fides“ berichtet - die religiösen Autoritäten und staatlichen Behörden des Landes auf, gegen alle Ausdrucksformen des „religiösen Hasses“ entschieden vorzugehen. (ende)