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Franz König

Pro Oriente

Libanon: Ungarischer Vizestaatssekretär traf mit zwei Patriarchen zusammen

Übereinkommen für Unterstützung der Kirchen bei der Hilfe für Christen, die in der angestammten nahöstlichen Heimat bleiben wollen

Beirut, 05.07.17 (poi) Der ungarische Vizestaatssekretär für die Hilfe an verfolgte Christen, Tamas Török, besucht derzeit den Libanon. Er wurde vom syrisch-orthodoxen Patriarchen von Antiochien, Mar Ignatius Aphrem II., im Kloster Ajaltoun im Libanon empfangen, wo Flüchtlinge aus Syrien beherbergt werden. Mit einer großen syrisch-orthodoxen Bischofsdelegation waren auch der syrisch-katholische Patriarch von Antiochien, Mar Ignatius Yousif III. Younan, und der syrisch-katholische Metropolit von Bagdad und Basra, Mar Aphrem Yousif Abba, anwesend.
Die beiden Patriarchen leiteten das Abendgebet der syrischen Tradition („Ramsho“); anschließend gab es ein Treffen mit den im Kloster untergebrachten syrischen Flüchtlingsfamilien. Die Menschen schilderten ihre Schicksale und die Verfolgungen, die sie im Irak oder in Syrien durch die Islamisten erlitten hatten. Im Anschluss unterzeichneten die beiden Patriarchen ein Übereinkommen mit dem ungarischen Vizestaatssekretär. Das Ziel des Übereinkommens ist die Unterstützung der Kirchen bei der Hilfe für die Christen, die in der angestammten nahöstlichen Heimat bleiben wollen.

Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban war im August des Vorjahrs bei der 7. Konferenz des „International Catholic Legislators Network“ (ICLN) in Frascati von den Darlegungen von Mar Ignatius Aphrem II. über die dramatische Situation der orientalischen Christen sehr beeindruckt gewesen. In der Folge kam es u.a. zur Einsetzung von Tamas Török als Vizestaatssekretär für die Hilfe an verfolgte Christen. Das „International Catholic Legislators Network“ wurde 2010 zur Förderung christlicher Werte im politischen Bereich begründet. Gründer ist der Präsident des „International Theological Institute“ (ITI) in Trumau (Niederösterreich), Christiaan Alting von Geusau; ihm standen Kardinal Christoph Schönborn und Lord David Alton, Mitglied des britischen Oberhauses und seit Jahrzehnten an vorderster Linie für die verfolgten Christen und für den Schutz des ungeborenen Lebens engagiert, zur Seite. (ende)