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Franz König

Pro Oriente

Ukrainische griechisch-katholische Bischöfe tagen in Lemberg

Großerzbischof Swjatoslaw Schewtschuk bei der Eröffnung der Synode: Bischöfe sollen nicht “Herren” des Gottesvolkes sein, sondern “Diener Gottes”, die sich um das Heil der ihnen anvertrauten Gläubigen mühen

Kiew, 04.09.17 (poi) Die ukrainischen griechisch-katholischen Bischöfe sowohl aus der Heimat als auch aus der Diaspora halten derzeit in Lemberg (Lwiw) ihre Synode ab. Die Synode ist bis zum 12. September anberaumt. Zentrale Themen sind die liturgische Erneuerung und die Förderung des Gebetslebens in der ukrainischen griechisch-katholischen Kirche. Der Großerzbischof von Kiew und Halytsch, Swjatoslaw Schewtschuk, bezeichnete am Sonntag bei der Feier der Göttlichen Liturgie zur Eröffnung der Synode das Gebet als “Atem der Seele”. Eine Kirche, die nicht Gebetsgemeinschaft sei, friere ein. Zugleich unterstrich der Großerzbischof, dass die Synode nicht nur eine Sache der Bischöfe sei, sondern vielmehr die ganze Kirche betreffe. Die Bischöfe sollten nicht “Herren” des Gottesvolkes sein, sondern “Diener Gottes”, die sich um das Heil der ihnen anvertrauten Gläubigen mühen.

Bei der Liturgie wurde auch der neue ukrainische griechisch-katholische Bischof von Philadelphia (USA), Andrij Rabia, geweiht; Rabia war bisher Generalvikar (Protosynkellos) dieser Eparchie gewesen. Der Apostolische Nuntius in der Ukraine, Erzbischof Claudio Gugerotti, überbrachte die Segenswünsche von Papst Franziskus, der “durch ein besonderes Band der Liebe” mit der ukrainischen griechisch-katholischen Kirche verbunden sei, die durch ihre Märtyrer ihre Treue zur Kirche bewiesen habe. (forts mgl)