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Franz König

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Kurdisches Referendum: Patriarch ruft zur Besonnenheit auf

Mar Louis Raphael Sako ist bemüht, die steigenden Spannungen um das für 25. September vorgesehene Unabhängigkeitsreferendum in der kurdischen Region des Irak einzudämmen

Bagdad-Erbil, 15.09.17 (poi) Der chaldäisch-katholische Patriarch Mar Louis Raphael Sako hat angesichts des am 25. September bevorstehenden Unabhängigkeits-Referendums der autonomen kurdischen Region des Irak zu „Versöhnung und Besonnenheit“ aufgerufen, um die Ziele der „gesellschaftlichen Harmonie“ und des inneren Friedens zu verteidigen, die in den letzten Jahren durch die islamistische Gewalttätigkeit schwer bedroht waren. Mar Louis Raphael Sako ist darum bemüht, die steigenden Spannungen rund um das Referendum einzudämmen. Es sei notwendig, sich des Ernstes der Situation bewusst zu sein, „bevor es zu spät ist“, stellte der Patriarch laut „AsiaNews“ in seiner jüngsten Stellungnahme fest.

Die „massvollen Stimmen“ jener, die an einer „Entschärfung der Krise“ arbeiten, seien jetzt besonders gefragt, betonte Mar Louis Raphael Sako. Unter allen Umständen müsse eine bewaffnete Auseinandersetzung vermieden werden, die sowohl für die Zentralregierung in Bagdad als auch für die kurdische Region schreckliche Konsequenzen hätte, vor allem aber für die religiösen Minderheiten. In der Bevölkerung seien bereits „neue Ängste“ aufgetaucht.

„AsiaNews“ zitiert eine anonyme Quelle, die darauf hinweist, dass die Christen sich angesichts des Referendums in einer „besonders delikaten Situation“ befinden: „Welche Haltung auch immer sie einnehmen, eine Seite wird enttäuscht sein, es besteht das Risiko der Vergeltung“. Ein „außerordentliches Maß an Klugheit“ sei notwendig. (forts mgl)