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Franz König

Pro Oriente

USA: Katholische und orientalisch-orthodoxe Christen in Sorge über Scheidungszahlen

„Roman Catholic-Oriental Orthodox Consultation“ tagte im syrisch-orthodoxen „Mor Aphrem Center“ in Paramus

New York, 11.12.17 (poi) Die Sorge über die zunehmenden Scheidungszahlen stand im Mittelpunkt des Treffens der US-amerikanischen „Roman Catholic-Oriental Orthodox Consultation“, die in der Vorwoche auf Einladung von Erzbischof Mar Dionysios Jean Kawak im syrisch-orthodoxen „Mor Aphrem Center“ in Paramus (Bundesstaat New Jersey) stattfand. Wie es im Abschlusskommunique heißt, diskutierten die versammelten Bischöfe, Priester und Laientheologen, wie in den einzelnen Kirchen mit der „traurigen Realität“ umgegangen wird, dass viele Ehen durch Scheidung enden.

Ausführlich wurde in Paramus auch die andauernde humanitäre Krise im Nahen Osten behandelt. Ebenso wurde über das von Robin Darling Young, Professorin für Spiritualität an der Catholic University of America, initiierte Projekt einer „digitalisierten Geschichte der christlichen Gemeinschaften im Nahen Osten“ informiert. Im Hinblick auf die Entwicklung der ökumenischen Beziehungen zwischen katholischen und orientalisch-orthodoxen Christen wurden die Besuche von Papst Franziskus in Armenien und Ägypten und die Auswirkungen der Chieti-Erklärung der Internationalen Kommission für den theologischen Dialog zwischen katholischer und orthodoxer Kirche (über Synodalität und Primat im ersten Jahrtausend) diskutiert.

Die in Paramus versammelten Bischöfe und Theologen behandelten aber auch das in den USA durch die gesellschaftliche Mobilität besonders dramatische Thema, wie man die jungen Leute in jener Kirche behalten und beheimaten kann, in der sie getauft wurden. (ende)