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Wenn die großen nichts
machen, dann sollen die
kleinen beginnen.

Kardinal Franz König

Pro Oriente

Vortragsreihe „Flucht und Integration“ (März)

Flucht – Eine Erfahrung, die die Bibel prägt

Gemeinsam mit dem Forum Zeit und Glaube des Katholischen AkdamikerInnenverbandes hat PRO ORIENTE eine mehrteilige Reihe zum Thema „Flucht und Integration“ konzipiert.

Den Auftakt machte ein Podiumsgespräch mit Impulsreferaten zum Thema „Vom Flüchten in der Bibel“. Der katholische Theologe Mag. Oliver Achilles, wissenschaftlicher Assistent der Theologischen Kurse, legte dar, dass das Volk Israel zutiefst mit dieser Thematik verbunden war. Er verwies darauf, dass neuere Forschungen besagten, dass Symbole für die Anwesenheit Gottes im Volk, z. B. die Bundeslade, daher beweglich und portabel waren.
Anhand von Gesetzesliteratur aus der Heiligen Schrift erläuterte Mag.a Karoline Rumpler die verschiedenen Begriffe für geflohene oder aus der Fremde stammende Menschen. Damit verbunden waren sehr unterschiedliche Möglichkeiten für diser Existenz der Personen im Land: Der Gast, der nur für eine bestimmte Zeit da ist, der Ausländer, heute würden wir sagen ein „Diplomat“, der sehr gut situiert ist und völlig unabhängig und der Außenseiter, dem oft nicht mehr viel blieb als sich als Tagelöhner zu verdingen.
Die koptische Kirche prägt bis heute eine sehr lebendige Tradition, die Geschichte der Flucht der Heiligen Familie nach Ägypten. Der koptisch-orthodoxe Bischof Anba Gabriel stellte in seinem Beitrag dar, welche große Bedeutung diese Erzählung für die Ägypter bis heute hat. An vielen Orten, an denen Jesus, Josef und Maria gewesen sein sollen, stehen heute Kirchen und Klöster. Besonders im Wadi Natrun, einem Wüstental zwischen Kairo und Alexandria, wird dies sichtbar.

Zum Nachhören

Sektion: Wien