Pro Oriente Logo

Wenn die großen nichts
machen, dann sollen die
kleinen beginnen.

Kardinal Franz König

Pro Oriente

Begegnungsreise nach Jordanien (Mai)

Auf den Spuren der frühen Kirche

Gemeinsam mit VerterterInnen der ICO – Initiative Christlicher Orient reiste die Leiterin des Generalsekretariates, Dr. Regina Augustin, nach Jordanien. Das vielfältige Programm bot neben den klassischen Sehenswürdigkeiten auch neue frühchristliche Ausgrabungen und Begegnungen mit örtlichen ChristInnen.

Ein besonderes Highlight des Programms war die Gottesdienstfeier auf dem Berg Nebo, von wo aus Mose das Gelobte Land sehen durfte, bevor er starb. Das Bad im Toten Meer und die anschließende Wanderung durch ein kaum bekanntes Wadi zu einem Wasserfall ließen das Gefühl eines sonntäglichen Familienausflugs aufkommen.
Die Besichtigung Petras gehört zu jedem Reiseprogramm durch Jordanien. Die geheimnisvolle Felsenstadt der Nabatäer beeindruckt vor allem durch ihre farbenprächtigen Felsen und deren besondere Formationen. Die Stadt wird ausschließlich von Beduinenfamilien „bewirtschaftet“, auf Anordnung des Königs Abdullah II. bin al-Hussein. Durchwegs wurde seine ausgewogene Politik im Umgang mit den christlichen und nomadischen Minderheiten hervorgehoben.
Die Begegnung mit Archimandrit Christophoros im von ihm gegründeten orthodoxen Kloster Dibbeen (griechisch-orthodoxes Patriarchat von Jerusalem) zeigte, welche besondere spirituelle Kraft das Christentum in den Regionen des Nahen Ostens ausstrahlt. Mit nur wenigen hundert Dollar begann er den Bau des Klosters, das heute ein wunderschönes geistliches Zentrum geworden ist. An dem Gespräch nahm auch Wafa Goussaous, die Vertreterin der „Orthodox Initiative“ teil, die vor allem über die besondere Flüchtlingssituation berichtete. Auch andere Begegnungen hatten vor allem die Flüchtlingssituation in Jordanien im Blick, u. a. mit VertreterInnen der Caritas und des „Lady of Peace Center“ sowie dem Besuch der evangelikalen Kirche von Pastor Nour in Mafraq.
Beeindruckt waren alle Teilnehmenden von den vielen Ruinen, Ausgrabungen, Mosaiken und Belegen der frühen Kirche in dieser Region; ein besonderer Ort ist Umm-al-Jimal. Die Stadt nur wenige Kilometer entfernt von der syrischen Grenze, ist eine der besterhaltenden archäologischen Stätte, die ein lebendiges Christentum bezeugen.
Mit einem gemeinsamen Gottesdienst am Jordan an der Stelle, wo Johannes Jesus taufte, feierten die PilgerInnen voll Dankbarkeit die gelungene Pilgerreise und verließen Jordanien berührt von vielen Begegnungen, Sehenswürdigkeiten und mit neuen Freundschaften im Gepäck.