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Wenn die großen nichts
machen, dann sollen die
kleinen beginnen.

Kardinal Franz König

Pro Oriente

Begegnungsraum für junge ForscherInnen (Juli)

Summer Course 2017

Unter der Überschrift „Theologie und Geschichte. Ein spannungsreiches Verhältnis“ fand von 3.-6. Juli der 3. PRO ORIENTE-Summer Course im Kardinal König Haus in Wien statt.

Nemanja Andrijašević bei seiner ProjektpräsentatioBegrüßung der Teilnehmer Teilnehmende bei der Gruppenarbeit 1Teilnehmende bei der Gruppenarbeit 2Teilnehmende bei der Gruppenarbeit 3Teilnehmer und Vortragende des Summer Course 2017Dipl. Theologin Hestermann bei ihrer ProjektpräsenSuperintendent Miklas bei der Begrüßung der Kurste

27 Teilnehmende aus acht Nationen und 3 Konfessionsfamilien nahmen an dem Kurs teil. Superintendent Hermann Miklas, auch Ehrenmitglied der Stiftung PRO ORIENTE, begrüßte die Teilnehmenden und gab einen lebendigen Einblick in die ökumenische Arbeit am Beispiel der Steiermark. Mehrfach betonte er die besondere Bedeutung des Vertrauensaufbaus. Dabei spielen auch oft als banal angesehene Dinge eine große Rolle, z. B. der konkrete Ort, wo Besprechungen stattfinden oder auch der gemeinsame Auftritt bei öffentlichen ökumenischen Veranstaltungen. „Wenn alle Kirchenoberhäupter der Steiermark aus einem Auto aussteigen, dann macht das schon etwas her.“, so Miklas, der derzeit auch der Vorsitzende des Ökumenischen Forums Steiermark ist. Die Teilnehmenden waren von der umfangreichen Arbeit der steirischen Ökumene begeistert.
Den ersten Hauptvortrag hielt Dr. Johannes Oeldemann vom Johann-Adam-Möhler-Institut für Ökumenik in Paderborn. Der ausgewiesene Ostkirchenexperte versuchte das Spannungsfeld zwischen Theologie und Geschichte im ökumenischen Dialog darzustellen.
Der zweite Hauptvortrag von Prof. Dr. Assaad Elias Kattan von der Universität Münster befasste sich mit dem herausfordernden Thema der Dogmenhermeneutik in den kirchlichen Traditionen.
Den dritten Hauptvortrag hielt die Priesterin Dr. Dagmar Heller vom Ökumenischen Insitut in Bossey. In ihrem Vortrag ging es vor allem um die praktischen Konsequenzen eines überdachten Theologie- und Geschichtsverständnisses im Sinne eines „Healing of Memories“.
In den drei Workshops unter der Leitung von Dr. Andrea Riedl, Dr. Stefanos Athanasiou und Dr. Roland Cerny-Werner wurden die Teilnehmenden herausgefordert, sich selbst einzubringen und diskutierten über die Themen Kircheneinheit und Kirchenbilder, Eschatologie und Geschichte sowie über die Frage, warum man Geschichte überhaupt braucht.
Das Werkstattgespräch mit den Referierenden wurde von der Leiterin des Generalsekretariates, Dr. Regina Augustin, moderiert. Dabei ging es vor allem um die persönliche Einstellung der Referierenden zur Ökumene, ihre Einschätzung zu bestimmten aktuellen Themen, wie z. B. die Große und Heilige Synode auf Kreta 2016, Tipps und Tricks für Forschungsprojekte usw.
Die Teilnehmenden bestätigten am Ende, dass auch der dritte Summer Course rundum gelungen war.
Pressemeldung

Sektion: Wien