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Franz König

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Schönborn: Heiliges Land wieder voller Pilger

Kardinal Christoph Schönborn sieht Anzeichen für eine Entschärfung des Nahost-Konflikts. Der Wiener Erzbischof besucht zur Zeit Israel.

Dies sei ein "Zeichen, dass diese Hoffnung (auf ein Ende des Nahost-Konflikts) wahrgenommen wird", meinte der Kardinal beim Eintreffen im Österreichischen Hospiz in der Jerusalemer Altstadt.

"Ermunterung an die Pilger"
Schönborn will seinen am Montag in Galiläa begonnenen Besuch im Heiligen Land als ein "Zeichen der Ermunterung an die Pilger" verstanden wissen. Diese sollten sich "trauen, wieder zu kommen". Der Wiener Erzbischof hatte Palästina zuletzt vor fünf Jahren einen Besuch abgestattet.

Hospiz in Jerusalem
Der Kustos des Österreichischen Hospizes, Diakon Franz Eckert, sagte, dass sein Haus in den vergangenen Wochen wieder besser belegt sei, nachdem es wegen des Palästinenser-Aufstandes (Intifada) vier Jahre lang keinen Gast beherbergt haber. Trotzdem habe man es in Betrieb halten müssen, was monatliche Kosten von 25.000 Dollar verursacht habe. Die im Jahr 1857 gegründete Institution ist eine der ältesten Unterkünfte für ausländische Pilger in der Stadt, die als Geburtsstätte der Christenheit gilt.

Kardinal König Lehrstuhl
Kardinal Schönborn wollte am Abend einen Vortrag mit dem Titel "Das gelobte Land" an der Hebräischen Universität Jerusalem halten. Dort gibt es einen nach dem verstorbenen Wiener Erzbischof Kardinal Franz König benannten Lehrstuhl, der der Erforschung der österreichisch-israelischen Beziehungen sowie der österreichischen Kultur und Literatur gewidmet ist.

Besuch der Holocaust-Gedenkstätte
Vor Journalisten betonte Schönborn auch, dass er bis Samstag zahlreiche Begegnungen mit Vertretern christlicher Kirchen im Heiligen Land plane. Am Donnerstag steht auch ein Treffen mit dem Bürgermeister der palästinensischen Stadt Bethlehem, Hanna Nasser, auf dem Programm. Außerdem will der Kardinal die jüngst erweiterte Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem besuchen.

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