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Wenn die großen nichts
machen, dann sollen die
kleinen beginnen.

Kardinal Franz König

Pro Oriente

Termine

September 2005

Donnerstag
15. September 2005
19:00
Christentum in Äthiopien

"Ihr habt die Uhr, wir haben die Zeit"

Bildvortrag + Fotoausstellung
  • Datum15. September 2005, 19:00
  • Ort
      Festsaal der Diplomatischen Akademie, Favoritenstrasse 15a, 1040 Wien
  • SektionWien
  • Statusöffentlich

Äthiopisch-orthodoxer Diakon


Zur Begegnung mit einer lange vergessenen Ostkirche führte die ökumenische Studienreise der Grazer Sektion von PRO ORIENTE vom 5. bis 14. Februar 2005: Die äthiopisch-orthodoxe Kirche hat lange Zeit wenig Außenkontakte zu anderen Kirchen gepflegt, denn das Land ist seit fast 1.000 Jahren von islamisierten Ländern umgeben. Wegen der fehlenden Kontakte konnte die äthiopisch-orthodoxe Kirche viele Traditionen bewahren, die es sonst nirgends mehr gibt. Das Christentum wurde spätestens im 4. Jahrhundert durch syrische Mönche nach Äthiopien gebracht und hat dort eine stark in der jüdischen Tradition wurzelnde eigentümliche Prägung erfahren.

Die äthiopisch-orthodoxe Kirche ist mit über 16 Millionen Gläubigen allein in Äthiopien eine der größten orientalisch-orthodoxen Kirchen: diese Familie von Kirchen, die sich 451 nach dem Konzil von Chalcedon von der allgemeinen Kirche getrennt haben. Seit Kaiser Haile Selassie I. (1930-1974) ist die äthiopisch-orthodoxe Kirche unabhängig und autokephal.

Die Studienreise der 37-köpfigen Delegation unter Führung von Prof. Philipp Harnoncourt hatte das Ziel, das liturgische und spirituelle Leben der Kirchen in Äthiopien kennen zu lernen und Kontakte zu knüpfen.

Mit ihrem Bildvortrag über die engen Felsenkirchen Lalibelas, die farbenprächtigen Gotteshäuser am Tana-See, den sagenumwobenen Ort der Bundeslade in Axum, über all diese lebendigen Stätten des Glaubens wollen Prof. Harnoncourt und DI Hermann Schaller dem interessierten Zuschauer einen Einblick in die tiefe äthiopische Religiosität vermitteln.

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Herzliche Einladung zur
Fotoausstellung „Kardinal König und seine Stiftung PRO ORIENTE“

Vor und nach dem Bildvortrag über das „Christentum in Äthiopien“ laden wir Sie herzlich ein, unsere Fotoausstellung "Kardinal Franz König und seine Stiftung PRO ORIENTE“ im Festsaal der Diplomatischen Akademie zu besuchen, in der wir bisher unveröffentlichtes Fotomaterial aus unseren Archiven präsentieren!

Die Stiftung PRO ORIENTE hat am 4. November letzten Jahres ihr 40-Jahr-Jubiläum feierlich begangen. Einige Monate zuvor jedoch, am 13. März, mussten wir Abschied von unserem heimgegangenen Gründer und Protektor, Kardinal Franz König, nehmen.

Aus Anlass des 100. Geburtstages, den der „Jahrhundertkardinal“ am 3. August 2005 begangen hätte, möchte PRO ORIENTE mit ihrer Fotoausstellung an die enge Beziehung zwischen Kardinal König und seiner Stiftung erinnern. Die Ausstellung spannt den Bogen von der Gründung der Stiftung 1964 während des 2. Vatikanischen Konzils über die zahlreichen Besuche von orthodoxen und orientalisch-orthodoxen Kirchenoberhäuptern in Österreich, sowie seine Reisen mit PRO ORIENTE in die Länder der Orthodoxie und der altorientalischen Kirchen bis zu den zahlreichen ökumenischen Tagungen, die die Stiftung zum Zwecke der Wiederannäherung von Ost- und Westkirche veranstaltet hat. Mit wachem Interesse und väterlichem Rat hat Kardinal Franz König, der „Visionär der christlichen Einheit“, PRO ORIENTE bis zuletzt begleitet.

Programm

    Begrüßung
    Dr. Johann Marte
    Geschäftsführender Präsident


    "Eindrücke einer PRO ORIENTE-Reise nach Äthiopien" (Februar 2005)

    em. Univ.Prof. Dr. Dr. h.c. Philipp Harnoncourt
    Ehrenpräsident der PRO ORIENTE Sektion Graz

    Dipl.Ing. Hermann Schaller
    PRO ORIENTE Sektion Graz

    Anschließend Empfang

    Herzliche Einladung:
    Vor und nach dem Bildvortrag besteht die Möglichkeit unsere Fotoausstellung "Kardinal Franz König und seine Stiftung PRO ORIENTE" im Festsaal der Diplomatischen Akademie zu besuchen.

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