Pro Oriente Logo

Wenn die großen nichts
machen, dann sollen die
kleinen beginnen.

Kardinal Franz König

Pro Oriente

Termine

Oktober 2007

Freitag
19. Oktober 2007
10:00 - 11:00
Der andere Lungenflügel

Welche Rolle spielt die Orthodoxie in Europa?

Podiumsgespräch
  • Datum19. Oktober 2007, 10:00 - 11:00 Uhr
  • Ort
      GLORIA-Kirchenmesse,
      Dornbirner Messe, Vorarlberg
  • Referierende
      Univ. Prof. Dr. Athanasios Vletsis, Lehrstuhlinhaber für Systematische Theologie an der Ausbildungseinrichtung für Orthodoxe Theologie der Ludwig-Maxilians-Universität München. Studium der Orthodoxen Theologie, Philosophie und Byzantinistik in Thessaloniki (Griechenland), und der katholischen und
      evangelischen Theologie in Wien, Heidelberg und Tübingen. Seit 1999 o.Prof. an der LMU München. Mitarbeit bei verschiedenen ökumenischen Gremien in
      Deutschland (u.a. Mitglied des Deutschen ökumenischen Studienausschusses der ACK Deutschland).

      Univ.Prof. Dr. Viorel Ionita, Erzpriester der Rumänischen Orthodoxen Kirche, Studium der katholischen und evangelischen Theologie in Bonn nach seiner Promotion zum Doktor der Theologie in Bukarest. Seit 1977 Professor für Kirchengeschichte an der Orthodoxen Theologischen Fakultät der Universität
      Bukarest. Seit 1994 Studienleiter der Konferenz Europäischer Kirchen in Genf (Schweiz).

      Dr. Emil Ivanov, Theologe und Kirchenkunsthistoriker der Bulgarischen Orthodoxen Kirche, 1998-2002 Promotionsstudium in Erlangen-Nürnberg, seit 2004 Assistent an der Orthodoxen Theologischen Fakultät der Staatlichen Universität „Sv. Kliment Ochridski“ in Sofia im Fach Spätantike und frühes Christentum. Ivanov ist Chefredakteur der Theologischen Zeitschrift „Bogoslovska missal“ ('Theologische Gedanken').
  • SektionWien
  • Statusöffentlich


„Europa endet dort, wo die Orthodoxie beginnt“ - dieser Ausspruch eines österreichischen Ministers rief vor einigen Jahren vehemente Proteste von Seiten der Orthodoxen Kirche hervor. Die Welt der Orthodoxie wird von vielen Westeuropäern als eine fremde Welt betrachtet, die historisch im zweiten Jahrtausend eine eigene Entwicklung genommen hat, philosophisch noch nicht die Aufklärung durchlaufen hat und geographisch in den östlichen und südöstlichen Randgebieten Europas verankert ist.

Bereits seit 1981 ist mit Griechenland ein mehrheitlich orthodoxes Land Vollmitglied der Europäischen Union, mit Zypern ist 2004 ein zweites Land hinzugekommen. Seit dem EU-Beitritt Bulgariens und Rumäniens gehören rund 40 Millionen orthodoxe Christen zur Europäischen Union. Schon allein diese Zahl verdeutlicht das zunehmende Gewicht der Orthodoxie in Europa. Die
Orthodoxen Kirchen pflegen schon seit Jahren Kontakt zu den europäischen Institutionen. Gleichzeitig stehen sie aber aufgrund ihrer spezifischen Tradition
dem westlichen „Liberalismus“ und „Säkularismus“ kritisch gegenüber.

Gehört die „orthodoxe Welt“ zu Europa oder stellt sie eine eigene, dem „modernen Europa“ gegenüberstehende Welt dar? Ist die Orthodoxe Kirche ein Fremdkörper in der europäischen Kultur des 21. Jh. oder entwickelt sie sich zu einem integrierenden, die Christen in Ost und West verbindenden Faktor im
europäischen Geistesleben?

Diese und andere Fragen werden Thema des Podiumsgesprächs sein.

Programm

    Referenten (Impulsreferate mit anschließendem Podiumsgespräch):

    Univ.Prof. Dr. Athanasios Vletsis, LMU München (Ökumenisches Patriarchat)

    Univ.Prof. Dr. Viorel Ionita, Genf und Bukarest (Rumänische Orthodoxe Kirche)

    Dr. Emil Ivanov, Sofia (Bulgarische Orthodoxe Kirche)

    Moderation: Dr. Johann Marte - Präsident der Stiftung Pro Oriente / Generaldirektor der Österreichischen Nationalbibliothek i. R.

Weitere Informationen

Druckversion