Pro Oriente
Projekte

Verletzte Erinnerungen heilen

Die Umsetzung der bisherigen Fortschritte auf dem Weg des Dialogs zwischen den Kirchen in Ost und West wurde und wird in verschiedenen Teilen der Welt behindert. Dies hängt unter anderem zusammen mit dem problematischen Erbe historischer Konflikte, Kriege und Diskriminierungen gegen Angehörige einer Kirche durch Angehörige einer anderen Kirche. Hierdurch sind persönliche und auch kollektive Erinnerungen verletzt worden, die Individuen, Gruppen, Gemeinden und Kirchen daran hindern, die Früchte jahrzehntelanger offizieller und inoffizieller Dialoge zu ernten. Außerdem lähmen solche Erinnerungen das gegenseitige Vertrauen und – was noch tragischer ist – erschweren dadurch das Wachstum nachhaltigen Friedens.

Das Projekt Verletzte Erinnerungen heilen („Healing of wounded memories“) zielt darauf ab, neue Räume der Zusammenarbeit zu öffnen, besonders im Hinblick auf lokale Versöhnungsarbeit. Durch den theologischen Austausch, unterstützt durch verschiedene Geistes- und Sozialwissenschaften und auf der Grundlage langjähriger Dialogerfahrung, werden Gläubige und Geistliche aus unterschiedlichen Kirchen ermutigt, neue Perspektiven auf Vergebung, Reue und Gerechtigkeit zu suchen. Das Grundanliegen dieses Projektes ist es, neue Begegnungen zwischen christlichen Gemeinden und Gemeinschaften zu ermöglichen, deren Beziehungen belastet sind aufgrund von Hass, Diskriminierung und Erinnerungen an Gewalt.

Zusätzliche Informationen zum Thema finden sich in unserem Blog.