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Die Ökumene muss
weitergehen!

Franz König

Pro Oriente

Präsident Marte: "Orthodoxie ist Teil Österreichs"

PRO ORIENTE erinnert aus Anlass der Auszeichnung von Metr. Staikos an die ökum. Verdienste des höchsten orth. Repräsentanten

"Die Orthodoxie ist ein Teil Österreichs": Dies unterstrich der Präsident der Ökumenischen Stiftung Pro Oriente, Prof. Johann Marte, aus Anlass der hohen staatlichen Auszeichnung, die der griechisch-orthodoxe Metropolit Michael Staikos am Montag von Bundespräsident Heinz Fischer erhalten hatte.

Das "Große Goldene Ehrenzeichen mit dem Stern" würdige nicht nur die Verdienste eines "großen Bischofs", sondern sie "bringt auch zum Ausdruck, wie sehr die Orthodoxie zu Österreich gehört". Mit ihren rund 500.000 Gläubigen habe die Orthodoxie das "Erscheinungsbild des Christentums in Österreich bunter und vielfältiger gemacht", so Marte in einer Aussendung am Mittwoch.

In diesem Zusammenhang würdigte Marte auch die Verdienste von Metropolit Staikos um die Stiftung Pro Oriente. Staikos sei "Mann der ersten Stunde" und habe schon als junger Sekretär von Metropolit Meliton beim 1. Ökumenischen Symposion der Stiftung im Jahr 1965 teilgenommen.

Seither habe man in Staikos einen Freund und zugleich eine geistliche Persönlichkeit gefunden, die den Christen in Österreich Glaubenspraxis, Tradition und Spiritualität der Orthodoxie näher bringe, so Marte. Auch bei den zahlreichen Pro Oriente-Reisen - u.a. unter Führung von Kardinal Franz König oder Kardinal Christoph Schönborn - habe sich Staikos stets als Brückenbauer gezeigt.

Pro Oriente und Staikos verbinde dabei das gemeinsame Engagement für die Ökumene. Schon am Kolloquium "Koinonia" im Jahr 1974, bei dem die Grundlagen für den offiziellen theologischen Dialog zwischen katholischer und orthodoxer Kirche gelegt wurden, sei er beteiligt gewesen.

Staikos mahne immer wieder zur Ökumene; er habe dies eindringlich etwa bei einem Symposion im Jahr 2000 mit dem Hinweis getan, dass sich die Kirchen heute "nicht mehr als Fremde" gegenüber stehen, sondern "gemeinsam von einer ökumenischen Verantwortung" getragen seien und sich als "Schwesterkirchen" anerkennen.

Zu einem Leitmotiv für die Arbeit von Pro Oriente sei nicht zuletzt der Appell von Metropolit Staikos geworden, dass Österreich eine "noch stärkere Brückenrolle und Vermittlerfunktion" übernehmen solle, damit "das eine Europa des Westens und des Ostens zusammenwachsen können".

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