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Aussöhnung ist die
höchste Form des
Dialogs.

Kofi Annan

Pro Oriente

Chronik 1964-2005

Kardinal König und Heinrich Drimmel 196925 Jahre Pro Oriente Metropolit von PhiladelphiaKoinonia 19741. Wiener Altorientalenkonsultation 1971König und Papst Shenouda Wadi Natrun 1991Plenum in der Aula Magna der Universität Alba IuliVizepräsident Abt Henckel-Donnersmarck und PräsidePilgergruppe

1964

Gründung

Die Anregung zur Gründung der Stiftung PRO ORIENTE kam aus Herausgeberkreis der katholischen Intellektuellenzeitschrift „Wort und Wahrheit“, die unter dem Einfluss des 2. Vatikanischen Konzils die Beschäftigung mit dem Osten Europas in den Mittelpunkt ihres Interesses gestellt hatte. Kardinal König griff die Anregung auf und gründete noch während der Dauer des Konzils am 4. November 1964 die Stiftung PRO ORIENTE. Im Gründungsdokument heißt es: „Die Aufgabe der Stiftung PRO ORIENTE ist die Pflege und Förderung der ökumenischen Beziehungen zwischen der römisch-katholischen und den orthodoxen und orientalisch-orthodoxen Kirchen, sowie die Intensivierung der ökumenischen Gesinnung unter Christen und die Förderung ökumenischer Initiativen“.

Für die Gründung der Stiftung mit Sitz in Wien sprachen einige günstige Faktoren: die geopolitische Lage Wiens an der Nahtstelle zwischen Ost- und Westeuropa; das traditionell gute ökumenische Klima unter den Gemeinden der verschiedenen christlichen Konfessionen und schließlich die österreichische Neutralität, die in der Zeit des Kalten Krieges die Kontakte mit Osteuropa erleichterte.

Die Beziehungen zu den anderen christlichen Konfessionen und das Gespräch mit den nicht-christlichen Religionen waren für Kardinal König schon vor dem 2. Vatikanischen Konzil ein großes Anliegen und blieben es Zeit seines langen Lebens.

Mit ihrer Arbeit habe PRO ORIENTE S.B. Huntingstons Thesen von der Trennungslinie zwischen Westeuropa einerseits und dem Islam und der Orthodoxie (!) andererseits bewusst und erfolgreich widerlegt, pflegte der Kardinal zu sagen. Er selbst ging mit gutem Beispiel voran und besuchte noch während des Kalten Krieges fast alle christlichen Kirchen hinter dem Eisernen Vorhangs.

1964-1969

1. Funktionsperiode des Vorstandes (Präsident: Dr. Heinrich Drimmel, Bundesminister für Unterricht (1954-1964) und Vizebürgermeister von Wien (1964-1968))

Durch seine Arbeit am Protestantengesetz, das 1961 vom Parlament beschlossen wurde, hatte Dr. Drimmel ökumenisches Profil bewiesen, darüber hinaus brachte er seine politischen Erfahrungen und sein intellektuelles Ansehen und seine großen Kenntnisse des Donauraumes in die Stiftung ein. In dieser ersten Funktionsperiode wurden die rechtlichen und programmatischen Grundlagen gelegt, nach denen die Stiftung auch heute noch arbeitet.

Im Vorstand saß auch Msgr. Dr. Otto Mauer, der wortgewaltige Domprediger, Kenner und Sammler moderner Kunst und Mitherausgeber der Zeitschrift „Wort und Wahrheit“. Auch Dr. Adolf Bayer gehörte dem Vorstand an, der bis 2005 die ebenfalls von Kardinal König gegründete Stiftung „Communio et Progressio“ geleitet hat. Einen großen Einfluss auf die Arbeit von PRO ORIENTE hatte Dr. Otto Schulmeister, der zwar formal wegen seiner Funktion als Chefredakteur von „Die Presse“ dem Vorstand nicht angehörte, aber an allen seinen Sitzungen teilnahm. Von entscheidender Bedeutung für die Tätigkeit von PRO ORIENTE in den nächsten Jahrzehnten war der Umstand, dass der sprachbegabte und durch seine Tätigkeit bei der katholischen Studentenorganisation Pax Romana versierte Dkfm. Alfred Stirnemann zur Stiftung gestoßen ist. Er hat PRO ORIENTE jahrzehntelang zunächst als Generalsekretär und ab 1993 bis zu seinem unerwarteten Tod im Januar 2000 als Präsident entscheidend geprägt und sie zu einer international geschätzten Einrichtung für die Ökumene gemacht.
Die Mitglieder des Kuratoriums setzten sich schon damals zusammen aus katholischen Persönlichkeiten aus Politik, Industrie, Bankwesen, Wirtschaft, sowie mehreren Äbten.

Das Veranstaltungsprogramm begann bereits 1965 mit Symposien wie „Wiederbegegnung Ost- und Westkirche“ und „Säkularisation und Säkularismus“. Um den großen Informationsbedarf, der bezüglich der Ostkirchen und der Länder, in denen diese Kirchen lebten, bestand, wurden Vortragsreihen für ein breiteres Publikum eingeführt. Auch Patriarchen kamen zu Besuch nach Wien. Den Auftakt machte der rumänisch-orthodoxe Patriarch Justinian im Jahr 1968.

1969-1989

2.-5. Funktionsperiode des Vorstandes (Präsident: Dr. Theodor Piffl-Percevic, Bundesminister für Unterricht (1964 bis 1969))

Unter der Ministerschaft von Dr. Piffl-Percevic wurde 1967 das sogenannte „Orthodoxengesetz“ über die Regelung der äußeren Rechtsverhältnisse der orthodoxen Kirche vom Parlament beschlossen. Der Ökumenische Patriarch Athenagoras sah in diesem Gesetz die bislang beste Verwirklichung kirchlicher Freiheit für die Orthodoxie im internationalen Vergleich.

In den PRO ORIENTE-Vorstand wurden folgende weitere Persönlichkeiten berufen: Prof. Ferdinand Westphalen, der Professor für Ostkirchenkunde Josef Kondrinewitsch, der Alttestamentler Ferdinand Dexinger, der Wirtschaftsbund-Generalsekretär Erhard Busek, Vizekanzler a.D. Fritz Bock und der Abt des Wiener Schottenstiftes Bonifaz Sellinger, der Generalsekretär der Industriellenvereinigung Franz Helbich und der frühere Botschafter beim Heiligen Stuhl Gordian Gudenus sowie Karl Fürst Schwarzenberg.
In den Jahren 1984-1989 gehörte dem Vorstand auch der Dominikanerpater Christoph Schönborn an, damals noch Dogmatikprofessor in Fribourg.

Das Kuratorium von PRO ORIENTE wuchs schon damals auf 70 Persönlichkeiten an. Den Vorsitz im 1969 gegründeten Theologischen Beirat (jetzt: Konsultoren-Konferenz) übernahm nach Msgr. Mauer der Theologe und Sekretär von Kardinal König, Walter Kirchschläger. Sein Nachfolger war Prof. Ernst Chr. Suttner, der international renommierte Ostkirchenkundler und Patrologe. Ihn löste 1987 der Grazer Liturgiewissenschaftler, Prof. Philipp Harnoncourt ab.

In der Ära Piffl-Percevic kam es in der Zeit zwischen 1971 und 1988 zu den bekannten fünf Konsultationen mit den orientalisch-orthodoxen Kirchen (Altorientalen-Dialog). Manche der damaligen Teilnehmer, wie z.B. der Kopte Anba Shenouda, der Grieche Bartholomaios Archondonis und der Syrer Zakka Iwas stehen heute an der Spitze ihrer Kirchen. Der prominenteste Teilnehmer war der heutige Papst Benedikt XVI. Bei der ersten Konsultation kam es unter wesentlicher Mitwirkung des damaligen Bischofs Shenouda zur sogenannten Wiener Christologischen Formel, ein kirchenhistorisches Ereignis, das später in Erklärungen Johannes Paul II. mit orientalisch-orthodoxen Patriarchen aufgenommen wurde.

Im April 1974 kam es mit dem Ekklesiologischen Kolloquium „Koinonia“ zur ersten großen Begegnung mit der Orthodoxie. Sie war der Auftakt für den offiziellen Dialog zwischen Rom und der Orthodoxie, der sechs Jahre später auf Rhodos und Patmos begonnen hat. Unter den 27 Teilnehmern befand sich auch Metropolit Damaskinos Papandreou und Pater Pierre Duprey vom Päpstlichen Einheitssekretariat.

1989-1993

6. Funktionsperiode des Vorstandes (Präsident: Dr. Rudolf Kirchschläger, Bundesminister für auswärtige Angelegenheiten (1970 bis 1974) und Bundespräsident der Republik Österreich (1974 bis 1986))

Die große Persönlichkeit von Dr. Rudolf Kirchschläger prägte die Stiftung, sie hat unter ihm ein neues Profil erhalten. Unter seiner Leitung gelang es dem Vorstand im Laufe der Jahre 1991 und 1992 die finanzielle Basis von PRO ORIENTE auf eine breiter abgesicherte Basis zu stellen und damit das zur Verfügung stehende Budget fast zu verdoppeln. Dies war auch sehr notwendig, da mit der historischen Wende des Jahres 1989 die Stiftung neue Herausforderungen und Chancen zugekommen waren.

Der Zusammenbruch der kommunistischen Regime im Ostblock und die damit verbundene Wiedererlangung der Freiheit auch für die Kirchen erleichterte die Kontakte, brachte aber auch neue Herausforderungen, die mit dem Wiedererwachen des nationalen und religiösen Selbstbewusstseins dieser Länder verbunden waren. Solche Erscheinungen zeigten sich sehr bald in Jugoslawien, das im Verlauf von kriegerischen Auseinandersetzungen zu zerfallen begann. PRO ORIENTE reagierte darauf ab 1991 mit Irenischen (Versöhnungs-) Initiativen, zu denen serbisch-orthodoxen und katholische Bischöfe nach Wien eingeladen wurden. Entspannend wirken sollte auch 3. Salzburger Symposion über „Kirche und Religion im Alten Österreich“, zu dem Referenten aus der Ukraine, aus Weißrussland, Rumänien, Kroatien, Slowenien und Österreich eingeladen wurden. Thema des Symposions war jene Ausgleichspolitik, mit der es Österreich-Ungarn gelungen war, die Konfessionen zufrieden zu stellen.

Intensiviert wurde unter Präsident Kirchschläger das Gespräch mit den orientalisch-orthodoxen Kirchen, z.B. durch das Seminar über „Primat und Konziliarität“ und vor allem durch das erste Regionalsymposium im berühmten koptischen Kloster Amba Bishoi in Wadi Natrun.

Im Mai 1991 wurde eine weitere Initiative in Richtung Russische Orthodoxer Kirche unternommen. Kardinal König und Präsident Kirchschläger reisten zum . Der dadurch entstandene Vertrauensgewinn sollte sich für die zukünftigen Kontakte der Stiftung PRO ORIENTE zur Russischen Orthodoxen Kirche als sehr wichtig erweisen.

1993-2000

7.-8. Funktionsperiode des Vorstandes (Präsident: Dkfm. Alfred Stirnemann, seit 1965 Generalsekretär von PRO ORIENTE)

Ein besonderes Ereignis war 1993 eine Ausstellung griechischer Ikonen in der Minoritenkirche zu Krems. Nach Ausstellungen rumänischer (1968) und serbischer Ikonen (1985) war dies die dritte Ausstellung, die diesem Thema gewidmet war. Im selben Jahr veranstaltete PRO ORIENTE eine dritte Irenische (Versöhnungs-) Initiative mit Vertretern der serbisch-orthodoxen und der katholischen Kirche Kroatiens. Bei dieser Gelegenheit haben die Bischöfe aus dem ehemaligen Jugoslawien eine gemeinsame Aufarbeitung der Geschichte angeregt. Daraus entstand 1964 die bis heute tätige Kommission für südosteuropäische Geschichte. Der Initiativgruppe dieser Kommission gehörten u.a. der serbisch-orthodoxe Bischof Lavrentije von Valjevo und der katholische Bischof Komarica sowie Dejan Medakovic, der Präsident der damals noch jugoslawischen Akademie der Wissenschaften in Belgrad an. Ziel der Kommission sollte es sein, die verschiedenen Ethnien und Religionsgemeinschaften miteinander zu versöhnen und zum Abbau gegenseitiger Vorurteile beizutragen. Die erste Tagung der Kommission hatte das Thema: „Gottes auserwählte Völker“.

Ebenfalls in das Jahr 1993 fallen die Besuche der beiden Patriarchen Paulos von der äthiophisch-orthodoxen Kirche und Pavle von der serbisch-orthodoxen Kirche. Beide Kirchenoberhäupter standen damals im Brennpunkt politischer Auseinandersetzungen.

Auf Neuland begab sich PRO ORIENTE 1993 mit einem Regionalsymposion in Kerala / Indien. Das Symposion wurde ein nachhaltiger Erfolg, an den PRO ORIENTE bei einer Konsultation im Jahre 2004 anknüpfen konnte. Regionalsymposien haben die Aufgabe die Ergebnisse der ökumenischen Gespräche, die PRO ORIENTE seit 1971 mit den orientalisch-orthodoxen Kirchen führte, in weiteren Kreisen bekannt zu machen.

1994 initiierte die Stiftung die sogenannte Syriac Commission. Es wurde eine Plattform errichtet, auf der sich nach 1500 Jahren alle 9 Kirchen der syrischen Tradition unter Einbeziehung der Assyrischen Kirche des Ostens begegnen konnten, um in Form von Konsultationen das gemeinsame spirituelle, liturgische und kulturelle Erbe der Tradition aufzuarbeiten. Die ersten drei Konsultationen befassten sich mit der christologischen Thematik, die dritte Konsultation fand 1997 in Chicago statt. Die folgenden drei Konsultationen beschäftigten sich mit der Thematik der Sakramente und eine siebte Konsultation 2004 in Kerala behandelte die Primatsfrage in den Kirchen syrischer Tradition.

Im Herbst 1994 fand in Kaslik an der Universität der Maroniten im Libanon – der 15jährige Bürgerkrieg war gerade erst zu Ende gegangen – ein weiteres Regionalsymposion statt. Das nächste Regionalsymposion wurde 1997 im ersten koptisch-orthodoxen Kloster Deutschlands, in Kröffelbach bei Frankfurt, durchgeführt.
1994 und 1996 haben Studienseminare über Ekklesiologie, kirchliche Autorität und Jurisdiktion die Beziehungen zu den orientalisch-orthodoxen Kirchen weiter vertieft.

1995 beging PRO ORIENTE ihr 20-jähriges Bestandsjubiläum. Festredner war Kardinal Miloslav Vlk von Prag, der damals über die Probleme seiner Kirche sprach, die einen plötzlichen und unvorgesehenen Wandel unterworfen war.
Im Jahr 1996 wurde das Millennium des Österreich-Namens Ostarrichi zum Anlass genommen, um im Stift Kremsmünster im Rahmen einer internationalen Tagung den christlichen Wurzeln Österreichs im ersten Jahrtausend nachzugehen.

1997 kamen aus Anlass der 2. Europäischen Ökumenischen Versammlung in Graz erstmals der Patriarch der Russischen Orthodoxen Kirche, Aleksij II., und der Katholikos der armenisch-apostolischen Kirche zu offiziellen Besuchen nach Österreich.

Im Februar 1998 kam Papst Shenouda III., der Patriarch der koptisch-orthodoxen Kirche nach Österreich. Er eröffnete auf der Schallaburg (NÖ) eine Ausstellung koptischer Kunst und legte den Grundstein für die neue koptische Kirche in Wien-Hirschstetten.
1999 feierte die russisch-orthodoxe St. Nikolaus-Kathedrale in Wien ihr 100-jähriges Jubiläum. PRO ORIENTE nahm dies zum Anlass für eine umfangreiche Tagung zu den vielfältigen politischen und kirchlichen Beziehungen zwischen Österreich und Russland.

2000-heute

8.+9. Funktionsperiode des Vorstandes (Präsident: Dr. Johann Marte)

Nach dem unerwarteten Tod von Präsident Dkfm. Alfred Stirnemann am 28. Jänner 2000 ernannte Kardinal Schönborn den bisherigen Vize-Präsidenten, Dr. Johann Marte, zu dessen Nachfolger. Dr. Marte konnte seine mehrjährigen Erfahrungen als Diplomat im Kultur- und Wissenschaftsbereich an den österreichischen Botschaften in Moskau und Warschau, als Sektionschef im Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung und als ehemaliger Generaldirektor der österreichischen Nationalbibliothek in die Stiftung einbringen. Das Präsidium des Vorstandes wurde 2001 insgesamt auf drei Personen (Baronin Maria-Anna Mayr-Melnhof, EU-Kommissar Dr. Franz Fischler und Dr. Johann Marte als geschäftsführender Präsident) erweitert. Diese Satzungsänderung wurde durch einen Beschluss des Kuratoriums im Dezember 2005 im Zuge einer Statutenänderung wieder zurückgenommen. Seit 2006 stehen an der Spitze des Vorstandes von PRO ORIENTE Dr. Johann Marte als Präsident und P. Mag. Dkfm. Gregor Henckel-Donnersmarck, Abt des Stiftes Heiligenkreuz, als Vizepräsident.

Im Jahr 2000 lag der Programmschwerpunkt auf drei Symposion und einer Konsultorentagung, die die Strategie der Stiftung für die nächsten Jahre festlegen sollte. Die Themen der Symposien waren: „Der tschechische Reformer Jan Hus“, „Die Christen im Tur Abdin“ (mit Prof. Hans Hollerweger) und die „europäische Perspektive der griechisch-orthodoxen Kirche“ (mit Prof. Grigorios Larentzakis“.

Die Kommission für die Geschichte Südosteuropas entwickelte unter ihrem Vorsitzenden, Univ.Prof. Dr. Alois Mosser, in den folgenden Jahren eine neue Dynamik mit den Tagungen über „Ethnozentrismus und Messianismus“ (2000), „Politische Kultur in Südosteuropa. Loyalitäten – Identitäten – Solidaritäten“ (2001), dem gemeinsamen Auftritten mit Außenministerin Dr. Benita Ferrero-Waldner an der Universität Belgrad und einer Tagung in Sarajevo (2002), sowie einer Tagung in Cluj-Napoca über die Auswirkungen der Globalisierung auf die Religion in Rumänien (2003).

Das Jahr 2001 war gekennzeichnet durch den Start drei großer Forschungsprojekte:
a) Zwei quellenkritische Forschungsprojekte zu den Unionen von Siebenbürgen (Tagungen 2001, 2003 und 2005) und Brest (Tagungen 2002, 2004, 2006).
b) Patristische Tagungen (2001, 2003 und 2005).
c) Wissenschaftliche Tagungen über Fragen zur christlichen Anthropologie in Kooperation mit der Russländischen Orthodoxen Universität zum hl. Johannes des Theologen in Moskau und anderer akademischer Institutionen der Russischen Orthodoxen Kirche.

Im Oktober 2000 kam der serbisch-orthodoxe Patriarch Pavle nach Wien, wo er mit EU-Kommissionspräsident Romano Prodi und Kardinal Schönborn zusammentraf.
Anlässlich der Ausstellung „Gold aus Armenien“ (Sakralgegenstände des Museums Etschmiadzin) kam das neue Oberhaupt der armenisch-apostolischen Kirche, Karekin II., 2001 zu einem Pastoralbesuch nach Österreich.
Im Jahr 2002 war der melkitisch griechisch-katholische Patriarch Gregorios III. Laham Gast der Stiftung PRO ORIENTE und im Juni 2004 erfolgte der erste Besuch des Ökumenischen Patriarchen Bartholomaios I. auf Einladung der österreichischen Bundesregierung. Er wurde bei diesem Anlass von der juristischen Fakultät der Universität Wien und der theologischen Fakultät der Universität Graz mit Ehrendoktorwürden ausgezeichnet.

Seit 2004 bemüht sich PRO ORIENTE um die Schaffung einer Plattform für das Gespräch zwischen Christen und Muslimen des Nahen und Mittleren Ostens in Wien. Da die Pflege der Beziehungen zu den orthodoxen und orientalisch-orthodoxen Kirchen Hauptzweck der Stiftung ist, beschäftigt sie sich mit dem interreligiösen Dialog nur insoweit, als die christlichen Ostkirchen davon betroffen sind. Im Jahr 2004 fand die erste Sitzung eines sogenannten "Preparatory Committees" in Wien statt.

2003 hat PRO ORIENTE erstmals an der GLORIA-Messe in Dornbirn mit einem eigenen Stand und im Begleitprogramm mit Vertretern der serbischen, rumänischen, koptischen und russischen Kirche teilgenommen. 2004 wurde ein geschaffen, der über die aktuelle Tätigkeit der Stiftung berichtet.
Ebenfalls im Jahr 2004 wurde ein Vermittlungsservice von ReferentInnen eingerichtet, die als ReferentInnen und ModeratorInnen zu Themen wie Ostkirchen, Ökumene und Tätigkeit von PRO ORIENTE eingeladen werden können. 2005 wurde die bisherige Website von PRO ORIENTE völlig neu gestaltet und wesentlich erweitert.

Im Jahr 2005 hat die Stiftung bei wissenschaftlichen Projekten, öffentlichen Veranstaltungen, Publikationen und Kooperationen einen neuen Höchststand erreicht. Verdoppelt bzw. verdreifacht haben sich in den letzten Jahren auch die Berichte über PRO ORIENTE in Radio, TV und in den Printmedien.

Hinweis:Die Jahresberichte von PRO ORIENTE ab 2004 sind als PDF-Dokumente unter nebenstehendem Link downloadbar!

Sektion: Wien

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