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Wenn die großen nichts
machen, dann sollen die
kleinen beginnen.

Kardinal Franz König

Pro Oriente

Termine

März 2005

Donnerstag
17. März 2005
18:30
200 Jahre Mechitharisten in Wien (2010) - Start des Museumsprojekts (2005)

unter dem Ehrenschutz von S.E. Kardinal Dr. Christoph Schönborn, Erzbischof von Wien und Dr. Michael Häupl, Bürgermeister von Wien

Benefizabend mit Musik
  • Datum17. März 2005, 18:30
  • Ort
      Mechitharistenkirche Maria Schutz
      Neustiftgasse 4, 1070 Wien (nahe U3 Volkstheater)
  • SektionWien
  • Statusöffentlich

Privileg der Kaiserin Maria Theresia von 1775


Das armenisch-katholische Mechitharistenkloster in Wien beginnt jetzt schon mit den Vorbereitungen zum 200-Jahr-Jubiläum. Den Auftakt bildete ein Benefizkonzert mit armenischer und klassischer Musik. Zur Feier des Abends kam eigens auch der Generalabt P. Elia Kilaghbian aus dem Mutterkloster San Lazzaro (bei Venedig) nach Wien. Alle Redner unterstrichen die große Bedeutung der armenischen Christen für Kultur und Wissenschaft in der ganzen Welt. Die erstklassigen Sänger stammen selbst aus den verschiedensten Orten der Welt (Iran, Erewan, Beirut), sind aber geeint durch ihre armenische Herkunft.

Die Wiener Mechitharistenkongregation
Der Orden der Mechitharisten wurde vom armenischen Mönch Mechithar von Sebaste (1676–1749) im Jahre 700 in Istanbul gegründet. Mechithars Anliegen war der religiös-kulturelle Dienst am armenischen Volk durch die Verbreitung religiöser Schriften und durch die Aufarbeitung und Weitergabe der Kultur Armeniens und seines Kulturerbes. Er starb in Venedig, auf der Insel San Lazzaro, die bis heute Hauptsitz des Mechitharistenordens ist.

1773 trennte sich eine Gruppe unter den Nachfolgern des Abtes Mechithar vom Mutterhaus und kam nach Triest. Sie nannten sich Mechitharisten. Im Jahre 1775 bekamen die Patres in Triest ein Privilegium von Kaiserin Maria Theresia als wichtige Basis für ihre religiös-kulturelle Missionstätigkeit in Österreich, die sich von Westeuropa bis nach Indien und später nach Amerika ausbreitete.

Zur Realisierung der Ordensmission waren die Sammlungen armenischer Kunstschätze (Bibliothek und Museum) und die Wiener Druckerei (1775–1998) von großer Wichtigkeit. Die Sammlungen in Wien sind nicht nur in Mitteleuropa und in der armenischen Diaspora herausragend, sondern gelten allgemein als weltweit einzigartiges armenisches Kulturzentrum.

Das Museumsprojekt
Das Kloster der Mechitharisten in Wien feiert 2010 das 200-jährige Jubiläum seines Bestehens. Im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten werden die bestehenden Sammlungen in den Räumlichkeit en der ehemaligen Mechitharistendruckerei neu aufgestellt werden. Dem Besucher wird sich damit in einem vierstöckigen Museumsgebäude die Pracht und Schönheit der Kunst und Kultur des Kaukasusgebietes entfalten, bestückt mit den weltberühmten Schätzen des Wiener Mechitharistenordens. Damit werden diese historisch und kulturell wertvollen Sammlungen sowie der Klosterbau in neuem Glanz präsentiert werden.

Parallel zu dem Museumsprojekt wurde 2005 damit begonnen, die umfangreichen Sammlungen des Wiener Mechitharistenklosters durch zahlreiche Wissenschafter zu erfassen, aufzuarbeiten und zu digitalisieren. In einer Reihe von Publikationen werden diese Ergebnisse veröffentlicht und so wichtige Einblicke in die armenische Kultur und Kunst gegeben werden.

Ein Mittelpunkt von Studien wird auch das Klostergebäude selbst sein, an dem so bedeutende Persönlichkeiten der Wiener Architekturgeschiche wie Joseph Kornhäusl und Camillo Sitte oder Theophil von Hansen (Seitenaltar in der Kirche) mitwirkten.

Programm

    Mitwirkende:
    Aida Baghramian-Stuber (Gesang)
    Cassia Kouyoumdijan (Violoncello)
    Garegin Hovsepian (Gesang)
    Avo Kouyoumdjian (Klavier)

    Begrüßung und Geleitworte:
    Generalabt P. Elia Kilaghbian (San Lazzaro, Venedig)
    Abt P. Paul Kodjanian (Mechitharistenkloster, Wien)
    Weihbischof DDr. Helmut Krätzl (Erzdiözese Wien)
    OR Dr. Sarolta Schredl (Bundesdenkmalamt Österreich)

    Im Anschluss laden die Mechitharisten zu einem kleinen Empfang.

    Eintritt frei! (Spenden erbeten)

Weitere Informationen

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    Mechitharistenkongregation (Wien)
    Bundesdenkmalamt

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