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Wenn die großen nichts
machen, dann sollen die
kleinen beginnen.

Kardinal Franz König

Pro Oriente

Termine

September 2007

Donnerstag
6. September 2007
20:00 - 21:30
PRO ORIENTE-Projekt zur Union von Siebenbürgen
Hearing
  • Datum06. September 2007, 20:00 - 21:30 Uhr
  • Ort
      Festsaal der Orthodoxen Fakultät
      20, Mitropoliei Bd., 550179 Sibiu
      RUMÄNIEN
  • Referierende
      Mitwirkende:

    • Dr. Johann Marte (Moderator)
      Präsident der Stiftung PRO ORIENTE Wien (Österreich)
    • Univ.Prof. em. Dr. Ernst-Christoph Suttner
      emeritierter Ordinarius des Instituts für Theologie und Geschichte des christlichen Ostens der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien (Österreich)
    • Univ.Prof. Erzpriester Dr. Viorel Ionita
      Studienleiter der KEK in Genf (Schweiz), Professor für Kirchengeschichte der Universität Bukarest (Rumänien), Konfession: rumänisch-orthodox
    • Dr. Laura Stanciu
      Institut für Geschichte und Politik der Universität Alba Iulia (Rumänien), Konfession: griechisch-katholisch
  • SektionWien
  • Statusöffentlich

Anlässlich der 3. Europäischen Ökumenischen Versammlung in Sibiu lädt die Stiftung PRO ORIENTE zum Hearing

Ein Beitrag zur Versöhnung der Kirchen in Rumänien.
Das Forschungsprojekt der Stiftung PRO ORIENTE über die Union der Rumänen in Siebenbürgen mit Rom.


Die vorläufigen Ergebnisse und die Inhalte dieses Projektes sollen durch kurze Beiträge und Diskussion vorgestellt und erläutert werden.

2. Tagung Union von Siebenbürgen 2003


Sprachen:
Rumänisch, Deutsch, Englisch

Hintergrund:
Im Fürstentum Siebenbürgen leitete die Eroberung durch Österreich gegen Ende des 17. Jahrhunderts den Beginn eines bedeutenden Wandels im sozialen und kirchlichen Leben ein. Dort waren drei Nationen (Ungarn, Sachsen und Szek­ler) privilegiert. Als Nation waren die Rumänen nicht anerkannt gewesen, und ihre soziale Stellung war niedrig. Auch zählte ihre Kirche nicht zu den öffentlich anerkannten Religionsgemeinschaften; diese war nur toleriert. Mit Österreichs Truppen kamen Jesuiten nach Siebenbürgen, die unter anderem den Auftrag hatten, beim Bischof und bei der Synode der Rumänen um Bereitschaft zu einer Union mit der katholischen Kirche zu werben. Das sind die Anfänge der mit Rom unierten Kirche der Rumänen in Siebenbürgen. Mindestens an drei Orten hatten die Rumänen den Uni­onsbeschluss von Anfang an nicht rezipiert.

Nach vielen Auseinandersetzungen entfalteten sich etwa in der Mitte des 18. Jahrhunderts zwei Kirchen der Rumänen in Siebenbürgen und diese Situation dauert bis auf den heutigen Tag. Unter den strittigen Fragen zwischen den beiden Kirchen sind auch welche, die sich auf die Anfänge dieser Trennung beziehen.

Die Stiftung PRO ORIENTE hat im Jahre 2001 die Initiative ergriffen, in Zusammenarbeit mit der Universität „1. Dezember 1918“ von Alba Iulia (Rumänien) und einer Gruppe von Theologen und Historikern aus der römisch-katholischen, rumänisch griechisch-katholischen, rumänisch-orthodoxen, evangelisch-lutherischen und reformierten Kirche aus den Universitäten Cluj, Sibiu, Bukarest, Blaj, Oradea, Alba Iulia und Wien die Anfänge der Union der Rumänen in Siebenbürgen gemeinsam anhand der Quellen historisch-kritisch zu erforschen.

Ziel ist es, ein gemeinsames Lehrbuch über die Entstehungsgeschichte der Union und die Widerstände dagegen zu verfassen und damit zur Beseitigung von Vorurteilen und zur Versöhnung in der Gesellschaft im Sinne des Anliegens der KEK für die „Heilung der Erinnerungen“ beizutragen. Die Beteiligten haben durch dieses Projekt den Dialog zwischen den Kirchen einen bedeutenden Schritt vorwärts gebracht.

Die Hearings im Rahmen der 3. Europäischen Ökumenischen Versammlung sind auch für Nicht-Delegierte zugänglich! Daher dürfen wir Sie bitten, auch andere interessierte Personen auf dieses Hearing aufmerksam zu machen. Danke!

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!Weitere Informationen

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