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Erzbischof Alfons Nossol (Oppeln)

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Dienstag
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1. Colloquium Syriacum

"Syriac Churches encountering Islam. Past experiences and future perspectives"

Konferenz
  • Datum00. 0000
  • Ort
      Wien
  • Referierende
      Experten aus allen Kirchen der syrischen Tradition (Assyrische Kirche des Ostens, Alte Kirche des Ostens, Syrisch-Orthodoxe Kirche, Syrisch-Katholische Kirche, Malankara Orthodox-Syrische und Syrisch-Orthodoxe Kirche, Malankara-katholische Kirche, Syro-Malabarische Kirche, Maronitische Kirche, Chaldäisch-katholische Kirche) und aus der römisch-katholischen Kirche aus Irak, USA, England, Syrien, Italien, Indien, Österreich, Libanon, Israel.
  • SektionWien
  • StatusNicht öffentlich


Bei der letzten Sitzung der "PRO ORIENTE Syriac Commission" in Rom (Feb. 06) war es notwendig geworden, den seit 1994 ausnehmend erfolgreich verlaufenen Syrer-Dialog zu beenden. Die Gründe lagen v.a. in jeweils unterschiedlichen internen Problemen der Syrisch-Orthodoxen Kirche von Antiochien und der Assyrischen Kirche des Ostens. Da ferner der Päpstliche Rat zur Förderung der Einheit der Christen sowohl mit der Familie der orientalisch-orthodoxen Kirchen (seit 2004) als auch mit der Assyrischen Kirche des Ostens (seit 1994) einen offiziellen Dialog unterhält, wurde die PRO ORIENTE-Initiative von außen, insbesondere von der koptisch-orthodoxen Kirche, hinterfragt. Dies erforderte insgesamt eine Neuorientierung der Arbeit mit den Kirchen der syrischen Tradition.

Hiezu wurden nun das Forschungsprojekt PRO ORIENTE Studies of Syriac Tradition neu ins Leben gerufen, das jene notwendige Grundlagenforschung bieten soll, die zu einem besseren Verständnis der gemeinsamen Geschichte beiträgt. Im Oktober 06 wurde das PRO ORIENTE Forum Syriacum konstituiert mit der Aufgabe, PRO ORIENTE zu beraten und die Forschungsarbeit und -gespräche der sogenannten "PRO ORIENTE Colloquia Syriaca" zu koordinieren. Es besteht aus einem Team von internationalen Experten der syrischen Studien aus Europa, dem Nahen Osten, Indien und den USA, in dem alle Kirchen syrischer Tradition durch Wissenschaftler vertreten sind.

In den zu bearbeitenden Themen wurde ein Paradigmenwechsel vollzogen, der durchaus Vorbildcharakter für andere interkonfessionelle Beziehungen haben könnte. Die bisher behandelten Thematiken der vergangenen 40 Jahre - v.a. Ekklesiologie und Christologie - sind in gewisser Weise von der theologischen Wissenschaft erarbeitet und werden nicht mehr behandelt. Es bedürfte hier eher einer Anstrengung der involvierten Kirchen diese Arbeit zu rezipieren und umzusetzen.

Im Rahmen des neuen Forschungsprojekts PRO ORIENTE Studies of Syriac Tradition werden Thematiken behandelt, die diese Kirchen in ihrer Existenz heute gemeinsam betreffen. Über die Geschichte ihrer Traditionen hinaus ist dies v.a. die Begegnung mit anderen Religionen und Kulturen. Dass für das erste Colloquium Syriacum die Thematik "Syriac Churches encountering Islam" gewählt wurde, ist ein Gebot der Stunde.

Das Colloquium wird sich der historischen Aufarbeitung des Themas von der Zeit der großen Kalifen über die Epochen der Omayyaden, Abbasiden und Osmanen widmen, dabei sowohl den nahöstlichen als auch den indischen Kontext berücksichtigen und schließlich auf die aktuelle Situation eingehen.

Die Schlusserklärung („FINAL REPORT“) zu dieser Konferenz finden Sie am Ende unseres Pressecommuniqués

(hier oben rechts anclicken).